11.05.2008
News unserer Nationalelf
07.02.2008
Glückliches 3:0 für die Nationalelf
20.12.2007
Torwart-Frage für Europameisterschaft 2008
17.11.2007
Lockerer 4:0-Sieg für DFB-Team gegen Zypern
Bild: Jubel bei Miroslav Klose und Clemens Fritz - (c) Bongarts/Getty Images
Die deutsche Nationalmannschaft hat genau einen Monat nach der 0:3-Schmach gegen Tschechien zurück in die Erfolgsspur gefunden und sich die theoretische Chancen auf den Gruppensieg in der EM-Qualifikation gewahrt. Der WM-Dritte, der sich bereits Mitte Oktober dank eines 0:0 in Irland vorzeitig für die EURO 2008 qualifiziert hatte, gewann in Hannover nach souveräner Leistung gegen Zypern mit 4:0 (2:0) und hat damit vor dem abschließenden Spiel am Mittwoch gegen Wales in Frankfurt einen perfekten Jahresabschluss vor Augen.
Vor 45.016 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena in Hannover erwischte die deutsche Mannschaft mit dem schnellsten Treffer in der Ära von Bundestrainer Joachim Löw einen Traumstart. Der Bremer Clemens Fritz erzielte bereits nach 73 Sekunden die Führung für den dreimaligen Welt- und Europameister, Miroslav Klose sorgte mit seinem 36. Länderspieltreffer für den 2:0-Pausenstand (20.). Nach dem Seitenwechsel trafen dann der überragende Lukas Podolski (53.) und Thomas Hitzlsperger (82.).
Der dreimalige Welt- und Europameister war den Zyprern von der ersten Minute an in allen Belangen überlegen. Löw hatte nach der Pleite gegen Tschechien in der Vorbereitung auf die Partie gegen den 57. der Weltrangliste offenbar genau die richtigen Worte gefunden. Insbesondere der Münchner Podolski und der Bremer Fritz überragten auf den Außenbahnen, so dass sich direkt nach der 1:0-Führung auch weitere gute Möglichkeiten ergaben. "Poldi" war an drei Toren beteiligt.
Zunächst setzte Angreifer Mario Gomez nach einem Eckball von Piotr Trochwoski einen Kopfball deutlich über das Tor (6.). Drei Minuten später hatte erneut der Stürmer vom deutschen Meister VfB Stuttgart die Chance zu erhöhen, sein Schuss aus halbrechter Position ging aber knapp am Gäste-Gehäuse vorbei. Nachdem sich Podolski einmal mehr auf der linken Seite durchgesetzt hatte, passte Fritz zurück auf Interimskapitän Klose, der in der 20. Minute souverän zum 2:0 einschob.
Löw hatte aufgrund der Verletzungen von Kapitän Michael Ballack, Bernd Schneider, Torsten Frings, Bastian Schweinsteiger und Marcell Jansen einmal mehr in die Trickkiste greifen müssen. So spielte Trochowski erstmals in der Zentrale hinter den Spitzen Klose und Gomez. Als Abfangjäger fungierte der wiedergenesene Thomas Hitzlsperger, während Fritz und Podolski im Mittelfeld auf den Außenbahnen förmlich stürmten.
Dagegen konnte Löw in der Abwehr gegen den Underdog, der im Hinspiel beim 1:1 in Nikosia Löw die ersten Punkte in der EM-Qualifikation abgenommen hatte, auf seine WM-Viererkette mit Arne Friedrich, Per Mertesacker, Christoph Metzelder und Philipp Lahm zurückgreifen, die über weite Strecken der Partie kaum gefordert wurde.
Im Tor stand nach seiner Gelbsperre gegen Tschechien wieder Jens Lehmann, der sein 50. Länderspiel absolvierte. Eine Chance, sich auszuzeichnen, hatte der Edelreservist vom FC Arsenal aber erst in der 45. Minute, als sich der Cottbuser Efstathios Alonestis gegen Arne Friedrich durchsetzte, dann aber am gut reagierenden Lehmann scheiterte.
Auch nach dem Seitenwechsel hatte die deutsche Mannschaft die Partie weiter fest im Griff und baute durch Podolskis 24. Tor im 43. Länderspiel die Führung weiter aus. Aufgrund des sicheren 3:0 ließ sich dann Lehmann in gewohnter Manier zu einem Ausflug an die Strafraumseitenlinie hinreißen, die beinahe zum Anschlusstreffer durch Zyperns Kapitän Ioannis Okkas geführt hätte. Die Folge waren "Robert-Enke-Rufe" der Hannoveraner Zuschauer.
Quelle: Fussball-Portal.de
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Löw: «Zwei Siege» bei Trikot-Premiere Pflicht
14.11.2007 16:36
Joachim Löw fordert vom DFB-Team Siege gegen Zypern und Wales.
Hannover (dpa) - Joachim Löw zieht noch einmal die Zügel an - ein zweites «Tschechien» soll es auch nach dem plötzlichen Ausfall von Bastian Schweinsteiger zum Abschluss der EM-Qualifikation gegen die Fußball-Zwerge Zypern und Wales nicht geben..
Der im Mittelfeld gesetzte Bayern-Profi musste wegen einer beim Training erlittenen Schwellung am linken Knie seinen Einsatz absagen und reiste zurück nach München. Mit den neuen EM-Trikots, die in einer ehemaligen königlichen Reithalle mit einer aufwändigen Show offiziell vorgestellt wurden, soll sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am 17. November in der ausverkauften WM-Arena von Hannover und vier Tage später in Frankfurt gegen Wales wieder als EM-Titelaspirant präsentieren, obwohl nun die komplette erste Mittelfeld-Reihe mit den verletzten Schweinsteiger, Ballack, Frings und Schneider ersetzt werden muss. Auch Ersatz-Kandidat Tim Borowski laboriert noch an einem grippalen Infekt.
Löw warnte sein Personal im Vorbereitungscamp in Barsinghausen eindringlich vor einem neuerlichen Ausrutscher wie zuletzt mit dem 0:3 gegen Tschechien. «Wir werden jetzt wieder andere Dinge verlangen und einige nicht mehr tolerieren», erklärte der Bundestrainer forsch. Er forderte «zwei Siege, damit wir mit dem nötigen Selbstbewusstsein ins nächste Jahr gehen können und den Fans nochmals Freude bereiten».
Zwar habe sich sein Team die vorzeitige Qualifikation und damit einen stressfreien Jahres-Ausklang mit zuvor guten Auftritten selbst verdient, die jüngste Pleite von München aber wurde dennoch deutlich aufgearbeitet. Für Mittwochabend setzte Löw eine schonungslose TV- Analyse der einzigen Qualifikations-Niederlage an, «da gibt es schon noch Gesprächsbedarf», sagte der Bundestrainer.
Allerdings räumte er auch ein: «In der Haut von England, Frankreich oder Italien möchte ich jetzt nicht stecken.» Alle drei Weltmeister-Nationen zittern noch um die EM-Teilnahme 2008 in der Schweiz und Österreich. Löw durfte dagegen schon ein halbes Jahr vor dem Turnier die traditionell weißen Endrunden-Shirts mit einem prägnanten schwarzen Bruststeifen loben: «Das Vorderteil ist ein richtiger Blickfang.»
Die nach den kurzfristigen Ausfällen von Schweinsteiger und dem Schalker Neuling Jermaine Jones 22 noch verbliebenen Akteure für den Jahresabschluss haben die Signale des Trainers offenbar verstanden. «Wir wollen zeigen, dass wir nur eine kleine Schwächephase hatten, die nichts zu bedeuten hat», sagte der ehemalige Hannoveraner Per Mertesacker, der wie Jens Lehmann, Christoph Metzelder sowie die Rückkehrer Miroslav Klose und Philipp Lahm von Löw bereits die Zusage für einen Platz in der Startelf gegen Zypern bekamen.
«Das Nachbarschaftsgeschenk an Tschechien könnte am Ende wehtun. Die deutsche Mannschaft hatte es sich doch zum Ziel gesetzt, Erster zu werden», wies Franz Beckenbauer dennoch auf die Tatsache hin, dass Deutschland den Gruppensieg nicht mehr aus eigener Kraft schaffen kann. Bei Punktgleichheit mit den Tschechen (derzeit je 23 Zähler) würde am Ende der verlorene direkte Vergleich gegen das deutsche Team sprechen.
Löw wählte für die Vorbereitung auf das Rückspiel gegen die aufmüpfigen Insel-Kicker, gegen die auf Zypern nur ein 1:1 gelungen war, die Abgeschiedenheit der Sportschule Barsinghausen außerhalb von Hannover. «Konzentration ist ein wichtiges Thema in dieser Woche», betonte der 47-Jährige. Dass diese von anstehenden Gesprächen um die EM-Prämien gestört werden könnte, glaubt Löw nicht: «Davon ist mir nichts bekannt. Vor dem Spiel gegen Zypern wird es auf keinen Fall Verhandlungen geben, Kapitän Michael Ballack und seine Stellvertreter sind ja gar nicht dabei.» Allerdings gab Teammanager Oliver Bierhoff bereits Pläne preis, nach denen Ballack «im Laufe der beiden Länderspiele» zum Team stoßen soll. «Wir wollen die Prämien- Verhandlungen zügig angehen», ergänzte Bierhoff.
Löw will sich in den nächsten Tagen insbesondere mit Jens Lehmann über dessen Reservistenrolle und die Perspektiven bei Arsenal London unterhalten. «Wir müssen gemeinsam erörtern, was das Beste ist», sagte der Bundestrainer und schließt dabei auch einen «Arbeitsplatz-Wechsel» nicht aus. Vonallen Spielern wünscht er sich am Samstag vor 45 000 Zuschauern in Hannover ähnlichen «Spaß und Freude», wie sie Lukas Podolski und der bei der Präsentation noch anwesende Schweinsteiger im neuen EM-Spot von DFB-Ausrüster adidas beim Kick gegen Hobbyspieler in einem Park demonstrieren. Nichtnur die Rückkehrer Oliver Neuville und Mike Hanke oder Neuling Serdar Tasci können sich zudem in den Trainingseinheiten für die EM empfehlen.
Ab sofort hat Löw für die EM-Vorbereitung Stufe Rot ausgegeben: «Der Konkurrenzkampf wird sich 2008 noch mal zuspitzen.» Im EM-Jahr will Löw das nach Vorbild seines ehemaligen Chefs Jürgen Klinsmann auch wieder damit unterstreichen, indem er sein Team öfter mit den roten Trikots spielen lassen möchte. Schon gegen Österreich im Februar rechnet der Bundestrainer damit, dass er auch sein zum Jahresabschluss gesprengtes Mittelfeld mit Ballack, Schweinsteiger, Frings und Schneider wieder zur Verfügung hat.
Quelle: Fussball-Nachrichten